Grundüberlegungen der Pixelgröße
Um zu wissen, wie ich die Pixelgröße für den Ausdruck im
Bildbearbeitungsprogramm optimal einstellen muß und wie viele Pixel für eine
maximale Qualität notwendig sind, habe ich ein paar Überlegungen angestellt,
um künftig das Optimum für den Ausdruck einstellen zu können.
Die Diascanner guter Qualität haben eine Auflösung von 2700 dpi bei 24 Bit
Farbtiefe. Sie nützen die Qualität der Negative auch aus. 2700 dpi (Dots per
Inch) = 2700 Punkte / 25,4 mm (=106 Bild-Punkte je mm, das sind 11.236 Punkte je
Quadratmillimeter)
Beim analogen 36x24 Kleinbild-Negativ wären das:
2700 : 25,4 x 36 = 3827 Bild-Punkte (Negativbreite)
2700 : 25,4 x 24 = 2551 Bild-Punkte (Negativhöhe)
Beim analogen 6x6 cm Negativ wären das: 2700 : 25,4 x 60 = 6378 Bild-Punkte
(Breite wie Höhe)
Diese Auflösung benötigt man, wenn man ein DIN A4 Blatt (20 x 30 cm) in
guter Qualität (Kleinbildqualität) ausdrucken oder ausbelichten will!
Wenn man davon ausgeht, daß man die Qualität eines Kleinbild-Dias oder
Negativs (24x36 mm) erreichen will, benötigt man bei 24 Bit (=3 Byte) Farbtiefe
eine Dateigröße von ca. 30 Mio. Byte (3827 x 2551 x 3 Byte).
Aufgeschlüsselt:
RGB = rot,
grün, blau.
24 Bit Farbtiefe = 8 Bit r +
8 Bit g + 8 Bit b
8 Bit = 256 verschiedene Farbzustände je Farbe (2 hoch 8)
8 Bit = 1 Byte entsprechend sind 24 Bit = 3 Byte
30 Mio. Byte Dateigröße geteilt durch die Farbinformationsgröße =
Anzahl der Bildpunkte:
30 Mio. / 3 Byte =ca. 10 Mio. Bildpunkte je 24x36er Negativ.
Diese ca. 10 Mio. Bildpunkte sind in ca. 3855 x 2570 Bildpunkte
aufgeteilt (=9.907.350 Bildpunkte)
Digitalkameras mit 2,1 bis 2,5 Mio. Pixel - CCD können ein 10x15 cm Bild mit
guter Qualität aufnehmen und 13x18 cm mit verminderter Qualität.
Thermosublimationsdrucker können ca. 300 dpi ausdrucken, das
heißt, daß sie jeden der 300 Punkte je Zoll mit jeder gewünschten Farbe ( 256
verschiedene Rot-, kombiniert mit 256 verschiedenen Grün- und kombiniert mit 256
verschiedenen Blautönen) ausdrucken können. Das entspricht 256*256*256 Farben
= 16,77 Mio. verschiedene Farben für jeden einzelnen Punkt.
Tintenstrahldrucker mit 4 oder 6 Farben können das nicht!
Sie können nur eine Farbe je Punkt drucken aber nicht in 256 verschiedenen
Farbabstufungen. Sie stellen die verschiedenen Abstufungen durch ein Raster dar.
Es ist leider aus allen Druckerunterlagen nicht ersichtlich, wie hoch die genaue
Auflösung bei 24 Bit Farbtiefe (oder anderen Farbtiefen) effektiv ist, da die
dpi Angaben nichts mit der Ausgabegröße zu tun hat.
Bei den Tintenstrahldruckern hat es sich durchgesetzt, die
dpi Angabe zu machen, die der Drucker maximal an Punkten setzen kann. Eine
Angabe von 2880 dpi heißt nicht, daß an jedem der 2880 Punkten eine der 16 Mio.
Farben gesetzt werden kann, sondern nur, daß ein Punkt rot oder gelb oder blau
oder schwarz gedruckt werden kann. Die Farbabstufungen werden durch ein Raster
gemacht. Die Berechnung der Raster ist ein Geheimnis der Druckerhersteller. Je
kleiner die Tröpfchengröße der einzelnen Punkte ist, desto feiner kann auch
das Druckbild aussehen. Z.B. hat der Drucker Epson Stylus Color 980 eine
Tröpfchengröße von 3 pl (Picolitern) = 3 Millionstel Liter. Man kann auch bei
genauem Hinsehen bei 2880 dpi praktisch keine Rasterung mehr sehen.
Da die Tintenstrahldrucker eine geringere Qualität
(abhängig von der Rasterung) aufweisen, ermöglichen sie aber andererseits größere
Ausdrucke, ohne daß die limitierende Größe der Digitalkamera-Bilddatenmenge
sichtbar wird.
Es wäre optimal, wenn die Größe der Bilddaten der Größe der
Belichtungsmaschine entsprechen würde.
Dazu muß man wissen, was die Labormaschinen für Auflösungen haben. Anhand
der Fuji Minilab ein Beispiel:
Die Auflösung der Fuji Minilab beträgt:
| 09 x 13 cm |
1052 x 1501 |
| 10 x 15 cm |
1206 x 1796 |
| 13 x 18 cm |
1501 x 2175 |
| 20 x 30 cm |
2399 x 3604 |
Eine Grundzusammenfassung der Pixelanzahlen für
die optimalen Ausdruckgrößen:
|
Bildgröße |
Min. CCD in MB |
Datenmenge in MB |
Rechnerisches Bildformat bei 300 dpi in cm |
Optimales Format
in cm |
Noch gutes Format |
|
1280 x 960 |
1,3 |
3,52 |
10,8 x 8,13 * ) |
9 x 13 |
10 x 15 |
|
1600 x 1200 |
2,1 |
5,5 |
13,5 x 10,6 |
10 x 15
(9 x 13 optimal) |
13 x 18 |
|
2048 x 1536 |
3,3 |
9,44 |
17,3 x 13 |
13 x 18 |
20 x 30 |
|
2560 x 1920 |
5,1 |
14,1 |
21,6 x 16,2 |
13 x 18 |
20 x 30 |
|
2832 x 2128 |
6,02 |
16,2 |
24 x 18 |
18 x 24 |
20 x 30 |
|
3840 x 2880 |
11,05 |
29,7 |
32,5 x 24,4 |
24 x 32 |
|
*) jeweils berechnet mit:
1280 : 300 x 25,4 : 10 = 10,8 cm
960 : 300 x 25,4 : 10 = 8,13 cm
Wie viel Pixel müßte nun die Kamera für ein 20 x 30 cm Bild haben (bei
300 dpi)
20 cm – 2362 Bildpunkte (20 x 10 / 25.4 x 300)
30 cm – 3543 Bildpunkte (30 x 10 / 25.4 x 300)
2362 x 3543 = 8,37 Mio. Bildpunkte.
Für eine optimale Ausbelichtung eines 20 x 30 cm Druckes müßte die
Kamera eine Auflösung von 8,37 Millionen an effektiven (nicht interpolierten) Bildpunkten haben.
Wie groß ist das optimale Bild bei einer 3,3 Mio Pixelkamera?
2048 x 1536 = 3,146 Mio. Pixel
optimal für 2048 Pixel = 17,34 cm (2048 / 300 x 25,4 / 10)
1536 Pixel = 13 cm
17,3 x 13 cm wäre also die optimale Größe
Wie groß ist das optimale Bild bei einer 5,1 Mio. Pixelkamera?
2560 x 1920 = 4,92 Mio. Pixel
optimal für 2560 Pixel = 21,67 cm
1920 Pixel = 16,3 cm
21,6 x 16,3 cm wäre also die optimale Größe
Wie groß ist das optimale Bild bei einer 11,1 Mio. Pixelkamera (z. B. Finepix
S100FS)?
3840 x 2880 = 11,059 Mio. Pixel
optimal für 3840 Pixel = 32,5 cm
2880 Pixel = 24,4 cm
32,5 x 24,4 cm wäre also bei 300 DPI die optimale Größe für
die S100FS (11,1 Mio. Pixel)
bearbeitet:
13.08.09
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