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Monarch (Danaus plexippus)

Der Monarchfalter, Sinnbild für Geschwindigkeit und Ausdauer, ist ein großer Falter mit ca. 10 cm Spannweite, der in seinem Hauptverbreitungsgebiet in Afrika/Asien nicht selten ist, auf den Kanaren und an wenigen Stellen im südlichen Mittelmeerraum jedoch nur sehr lokal vertreten ist.

Monarch-Schmetterlinge ernähren sich auf Teneriffa von Asclepia-Pflanzen (Asclepias curassavica, Seidenpflanzengewächs). Dadurch nehmen sie giftige Stoffe (Kardenolide) auf, die sie für Wirbeltiere wie Frösche, Eidechsen, Mäuse und Vögel, etc. ungenießbar machen. Die Monarchfalter Raupen mit ihrer leuchtenden Färbung sind natürlich auf ihren grünen Wirtspflanzen überhaupt nicht getarnt. Im Gegenteil: Sie sind für jedermann schon von weitem gut erkennbar. Und das ist auch ihre Absicht: Sie sind nämlich für ihre Hauptfeinde, die Vögel, völlig ungenießbar, denn in ihrem Körpergewebe sind die in den Wolfsmilchgewächsen enthaltenen Pflanzengifte in hoher Konzentration eingelagert. Sie tragen also ein «Warnkleid» und machen damit auf ihre Giftigkeit aufmerksam. Tatsächlich werden die Raupen nicht von Vögeln angegriffen. Die Giftigkeit wird bei der Verwandlung der Raupen zu Faltern beibehalten. Auch die erwachsenen Monarchfalter sind also für die Vögel ungenießbar und werden von diesen in Ruhe gelassen.

Die Monarch- Weibchen legen mehrere hundert Eier auf die Asclepias, einem Seidenpflanzengewächs (in Teneriffa). Aus den winzigen, ca. 1 mm großen, milchigweißen Eiern schlüpfen nach ein paar Tagen ebenso winzige Räupchen. Diese Schmetterlingskinder ernähren sich nun gierig von ihren giftigen Wolfsmilchgewächsen (Asclepias), die ähnlich aussehen wie die Wandelröschen.

Ungefähr 14 Tage nach dem Schlüpfen aus den Eiern, verwandeln sich die Monarchfalter Raupen in tonnenförmige, grünliche Puppen mit metallischen Goldflecken. Unter der starren Puppenhülle erfolgt im Laufe von 10 bis 14 Tagen die Verwandlung der Raupe zum Falter.

Nach Ablauf der Verwandlung platzt die Puppenhülle auf, und heraus zwängt sich innerhalb Sekunden der prächtige Falter. An erhöhter Stelle ruhend, preßt er Luft und Blutflüssigkeit in die Adern seiner noch weichen, stark zerknitterten Flügel. Bei warmem Wetter sind nach zehn bis zwanzig Minuten die Flügel geglättet und binnen weniger Stunden erhärtet. Jetzt kann der Falter seinen ersten Flug unternehmen.

Die Männchen haben an der zweiten Ader der Hinterflügel eine schwarze, mit Duftschuppen gefüllte Tasche, die nach dem Schlupf aus der Puppe gebildet wird.
Die Duftschuppen sind besondere Schuppen von Schmetterlingen, über die ein von Drüsenzellen abgegebenes Sekret zur Verdunstung gebracht wird. Sie dienen dem Anlocken von Geschlechtspartnern.

Männchen mit Duftschuppen an den Hinterflügeln:

Weibchen, ohne Duftschuppen:


Der Monarchfalter gehört zu den Wanderfaltern, welche (außerhalb der Kanaren) weite jahreszeitliche Wanderungen unternehmen. Alljährlich ziehen die Monarchfalter, welche in Kanada schlüpfen, weiter nach Süden und verbringen den Winter in den Bergen Zentralmexikos. Der Himmel in Mexiko ist fast schwarz, wenn die Monarchfalter eintreffen und es sind so viele, daß man ihren Flügelschlag von weitem hört. Wie sie ihr Ziel, ein nur wenige Hektar großes Waldgebiet hoch in den Bergen Zentralmexikos, finden, ist ein kleines Wunder. Sie sind immerhin ca. 4000 km von Kanada hierher geflogen und jeder Schmetterling ist zum ersten Mal hier. Jedes Jahr wiederholt sich das Schauspiel - die Eingeborenen nennen die Schmetterlinge ehrfurchtsvoll "Drachen des Waldes".

Das Winterquartier befindet sich in den Sierra-Madre-Bergen nordwestlich von Mexiko City auf einer Höhe von 2750 m. Abermillionen der Monarche bedecken hier auf einer Fläche von mehreren Hektaren dicht gedrängt (10 bis 14 Millionen Schmetterlinge je Hektar) Bäume und Boden und überwintern in einer Art Kältestarre.

Bilder von
Raupe - Puppe - Schlüpfen - Falter

bearbeitet: 04.08.12