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Heilkräuter im Garten

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Ein Spaziergang durch den Garten im Juli 2011.

Hier sind die 39 verschiedenen Gemüse, Obst und Kräuter, die ich am 5. Juli 2011 in unserem Garten fotografiert habe.

 

Garten in Süd-Westrichtung

Garten in Nord-Ostrichtung

Zitronengras zum Frühstückstee

Möhren

Lauch

Zwiebel

Brokoli und Blumenkohl

Mandarinen, jung gepflanzt

Tomaten

Grüner Salat

Paprika

Pimientos de padron

Gurken

Neu gepflanzte Zwiebeln

Bohnen

Brokoli

Weißkraut

Pfefferminze für den Frühstückstee

Chilli

Junge Möhren

Physalis

Estragon (französischer)

Weinraute

Kohlrabi

Lavendel

Petersilie

Rukola

Paprika

Schnittlauch

Kresse

Zitronen

Staudensellerie

Rosmarin

Basilikum

Oregano

Majoran

Thymian, Zitronenthymian, Zimt, Curry

Limetten (für den Mojito!)

Bananen

 

Hier ist eine unsortierte Zusammenfassung der Heilkräuter und Obst und Gemüse, die in unserem Garten und um das Haus wachsen:

Wahllos im Internet gestöbert und zusammengetragen.

1. Weinraute (Ruta Graveolens)

Vorsicht: giftig!

Volksmedizin: In der Volksmedizin ist die Liste der Beschwerden, gegen die die Raute innerlich und äußerlich gebraucht wird, ellenlang. Gegen Appetitlosigkeit, Schwindel, Herzklopfen, Blutandrang zum Kopf, Menstruationsbeschwerden, Nervenleiden, Atemnot, Magenschmerzen, Verrenkungen, Verstauchungen, Schwellungen nach stumpfen Schlägen und Verletzungen, Harndrang, Wassersucht, Rheuma, Gicht und Hautausschläge. Wegen der Furanocumerine ist Lichtempfindlichkeit nach Einnahme größerer Mengen von Rautentee nicht auszuschließen.

Gewürzpflanze: Alte Heil- und Gewürzstaude, ungewöhnliches Aroma, besonders für Fleisch- und Bohnengerichte. Sparsam dosieren. Gelbe Blüten. Gewürz für den italienischen Likör 'Grappa'. Keinen sauren Boden verwenden.

Nebenwirkungen: Wegen ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses muß die Verwendung der Droge vorsichtig angewandt werden. Nicht für Schwangere, steigert Blutzufuhr zum Becken, gefäßerweiternd. Unverträglich mit Basilikum, Kohl, Salbei. Dosiert man sie zu hoch, so kommt es zu Magen- und Darmstörungen, zum Anschwellen der Zunge und zu heftigem Speichelfluß. Wegen der Furanocumarine ist Lichtempfindlichkeit bei zu großer Menge nicht ganz auszuschließen.

2. Thymian (Thymus vulgaris)

         Heilwirkung: Getrockneter Thymian hat die dreifache Gewürzkraft wie frischer.

Thymol, der wichtigste Wirkstoff aus dem Thymian, kann zur einer krampflösenden und desinfizierenden Wirkung kommen und zu einer Überfunktion der Schilddrüse Anlaß geben. Deswegen sollte man Überdosierungen vermeiden. Lunge und Bronchien, Magen und Darm sind die Organe, denen Thymian hauptsächlich Hilfe bringt. Übelriechende dünne Stühle werden besser verdaut. Zahnfleischentzündungen, Leberschwäche, Blasenentzündungen und Menstruationsstörungen bis hin zu Ekzemen. Sogar Albträumen und einen Kater soll das Pflänzchen den Garaus machen. Likörindustrie. Das ätherische Öl ist durch den Gehalt an Thymol ein starkes Antiseptikum. Darüber hinaus rühmt man Thymian in der Volksmedizin als Kräftigungsmittel. Seine reichlich enthaltenen ätherischen Öle wirken in den Bronchien krampflösend und fördern gleichzeitig das Abhusten von Schleim. In der italienischen Küche kocht man die Triebspitzen von Thymian in Eintöpfen, Gemüsegerichten und bei Lamm- und Wildfleisch mit. Er ist auch ein starkes Oxidationsmittel. Für kleine Kinder eignen sich die flüssigen Darreichungen am besten. Entzündliche Prozesse sind besonders erfolgreich unterdrückt worden: Carvacrol. Dieser Bestandteil von Thymianöl senkte die Aktivität des Enzyms Cyclooxygenase-2, das wesentlich an Entzündungsvorgängen beteiligt ist, um mehr als 80% (Forscher der Universität Nara, 2010). Unterdrückt Mundgeruch. Kann als Ersatz für Kochsalz eingesetzt werden: Mischung aus Majoran/Basilikum mit etwas Thymian und Rosmarin.

Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane.

Gewürzpflanze: Thymian wird im allgemeinen nur frisch verwendet. Kalbfleisch und auch die Tomaten wirken dadurch stark aromatisch. Wird er getrocknet, dann wirkt er mehr holzig.

Hausmittel: Man rühmt Thymian als Mittel zur Förderung der Monatsblutung, empfiehlt ihn bei Akne und unreiner Haut und mit viel Honig als Kräftigungsmittel. Auch als Wurmmittel, gegen Kopfschmerzen und zum Gurgeln bei Halsweh und Heiserkeit.

3. Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Regt die Magensaftproduktion und allgemein das Verdauungssystem (Blähungen, Völlegefühl), die Blutzirkulation, den (niedrigen) Blutdruck und das Nervensystem an. Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Terpene, Gerbsäure, Kampfer, Bitterstoffe.

Anwendung bei:
Kopfschmerzen, Magenverschleimung, Wassersucht, Verdauungsstörungen, Schmerzen rheumatischen oder arthritischen Ursprungs (auch heiße Packungen), Depressionen, Rekonvaleszenz, Erschöpfung, auch Erschöpfung nervlicher Art mit Gedächtnisschwäche.

Krampflösend, anregend, Blähungen, niedriger Blutdruck, nervöse Herzbeschwerden, nervöse Kreiskaufbeschwerden, rheumatische und neuralgische Beschwerden, schwache Menstruation, Schwäche und Erschöpfungszustände, hartnäckige Hautausschläge. Eine ganze Hausapotheke in einer Pflanze vereint.
Rosmarin sollte bei Krankheiten der Unterleibsorgane, Nieren, Galle-und Leberleiden, Wassersucht, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Rheuma und Gicht, Krämpfen und Lähmungen angewandt werden.

Der Appetit wird angeregt, Husten, Grippe und Bronchitis werden positiv beeinflußt.

Zusammen mit Ehrenpreis, Lavendel, Meisterwurz, Nelkenwurz, Salbei und Veilchenwurzel wird ein Tee gegen hohen Blutdruck und vorbeugend gegen Schlaganfall angewendet.

1 Esslöffel auf eine Tasse heißes Wasser, 15 Minuten, zweimal bis viermal täglich zwischen den Mahlzeiten. Den Tee niemals abends trinken. Bei der starken Wirkung ist Zurückhaltung in der Menge angebracht, sonst muß mit Reizung des Verdauungskanals gerechnet werden. 

Wird oft auch als Rosmarin-Wein genossen (10 gehäufte Teelöffel getrocknete Rosmarinblätter auf eine Flasche Weißwein, verkorken, eine Woche stehen lassen, ab und zu schütteln, dann filtern. Ein- bis zweimal täglich eine Schnapsglas voll trinken), als Rosmarin-Spiritus zur Einreibung bei niedrigem Blutdruck verwendet oder dem Bade zugefügt. In letzterem Falle sollte das Bad nur tagsüber, niemals am Abend, genommen werden (50 g Blätter/1l aufkochen, 30 Minuten abgedeckt ziehen lassen, filtern, dem Badewasser zugeben). Diese Anwendungen sollen auch gegen Gicht und Rheumatismus helfen.

Rosmarintinktur: 70 g Rosmarin, ½ l Weingeist

Zur Einreibung bei hartnäckigem Rheumatismus, Quetschungen.
Nebenwirkung: Rosmarin ist für Schwangere nicht geeignet.

4. Oregano (Origanum vulgare)

Das getrocknete Kraut ist oft aromatischer als das frische.

Wichtige Inhaltstoffe sind vor allem die ätherischen Öle wie z.B. Thymol, aromatische Carbonsäuren (z.B. Rosmarinsäure), sowie Flavonoide, Bitter- und Gerbstoffe. 

Der Echte Oregano wird vor allem aufgrund seiner krampflösenden Eigenschaften genutzt. Im Vordergrund stehen dabei Verdauungsbeschwerden, sowie Husten oder andere Bronchialbeschwerden. Zudem wird es zur Förderung der Gallenproduktion, sowie zur Appetitanregung eingesetzt. Als Mundwasser dient es durch seine antibiotische Wirkung, der Bekämpfung von Entzündungen im Mundraum. Vergleichbare Anwendungsgebiete hat auch das durch Wasserdampfdestillation gewonnene Oreganumöl. Volkstümlich wird auch der Einsatz zur Reduktion übersteigerter Sexualbedürfnisse beschrieben. Auch in der Homöopathie wird Oregano vielfältig eingesetzt.

Oregano als Gewürzpflanze

Oregnao ist als Gewürz dem Echten Majoran sehr ähnlich, welcher allerdings einen noch kräftigeren Geschmack besitzt; bei uns allerdings nicht winterhart ist. Seit vielen hunderten Jahren ist Oregano als Gewürz im Gebrauch.

Für die Verwendung als Gewürz sind die reichhaltigen ätherischen Öle (vor allem Thymol und Carvacrol), sowie Bitter- und Gerbstoffe verantwortlich. Mit dem Einzug der italienischen Küche in Deutschland wird Oregano auch bei uns immer häufiger verwendet. Es gibt kaum eine südländische Kräutermischung ohne Oregano. Oregano kann gut in Soßen und Eintöpfen, sowie für Fleisch und Tomatengerichte, sowie für Pizzazubereitungen genutzt werden. Oregano sollte nicht zu lange mitgekocht werden, sondern erst gegen Ende der Zubereitung dem Essen hinzu gegeben werden. Wegen seiner starken Würzkraft sollte es nur sparsam verwendet werden. Er gilt auch als Verdauungshilfe bei fetten und blähungstreibenden Speisen.

Oregano schmeckt aromatisch, leicht bitter und je nach Sorte etwas adstringierend.

Unter der Bezeichnung Oregano werden im Gewürzhandel unterschiedlichste Oreganosorten angeboten, welche sich neben der Herkunft auch im Geschmack deutlich unterscheiden. Bei der Trocknung der Blätter sollten diese nicht gemahlen, sondern nur gebrochen werden, um den typischen Oregano-Geschmack besser zu erhalten.

5. Basilikum (Ocimum basilicum)

Der Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma. Doch Basilikum ist auch eine Heilpflanze.  Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde.

Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend, Fieber, Magenschwäche, Blähungen, darmreinigend, Darminfektionen, Magenkrämpfe, Verstopfung, Gicht, Blasenentzündung, Nervenschwäche, Schwindelanfälle, Migräne, Wechseljahrsbeschwerden, Menstruations fördernd, Muttermilch fördernd, Libido steigernd, Hautabschürfungen, Hautrisse, Schlecht heilende Wunden, Insektenstiche

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Basilischer Kampfer, Cineol, Menthol, Thymol, Methylcavicol, Anethol, Kampfer, Gerbstoff, Saponine, Flavonoide, Farnesol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol

Tee: Eine Tasse nach jeder Mahlzeit wirkt verdauungsfördernd.
Auch das Nervensystem wird durch Basilikum gestärkt und Migräne gelindert.

In der Frauenheilkunde kann Basilikum Periodenkrämpfe lindern und unregelmäßige Menstruationsblutungen regeln. Auch gegen Wechseljahrsbeschwerden kann man Basilikum verwenden, denn sein Inhaltsstoff Beta-Sitosterol ist dem Hormon Östrogen ähnlich und wirkt daher dem Hormonmangel entgegen. Stigmasterol, ein weiterer Inhaltsstoff, fördert den Eisprung, was auch zur Regulierung der Zyklen beiträgt.

Getrocknet und zerstoßen kann man Basilikum als Unterstützung für den Geruchssinn nach chronischem Schnupfen einsetzen.

Zerriebene frische Blätter: Frische Blätter helfen zerrieben gegen Insektenstiche.

Ätherisches Öl: Das ätherische Öl hilft gegen Insektenstiche, nervöse Schlaflosigkeit und Migräne. Entweder äußerlich aufgetragen oder in der Duftlampe.

Achtung! In der Schwangerschaft sollte man Basilikum nicht in größeren Mengen zu sich nehmen.

Ätherisches Basilikum-Öl (Ocynum basilicum):

Verwendung: Atem (Verschleimt) Belebend Beruhigend Blutreinigend Bronchitis

Darmentgiftung Darmentzündung Darmkatarrh Darmkrankheit (allgemein) Depressionen Dickdarmentzündung Dünndarmentzündung Einschlafstörungen Entschlackend Gedächtnisstärkend Gicht Husten Keuchhusten Krampflösend Lungenkrankheiten Menstruation (fördernd) Migräne Muskelkrämpfe Nervenstärkend Nervosität Schlaflosigkeit Schleimlösend Schwindelgefühle Unruhe (nervöse) Verrenkungen/Verstauchungen

6. Estragon (französischer in unserem Garten) (von Peter D.)

Grundsätzlich gibt es zwei Arten Estragon: russischer Estragon und französischer Estragon. Während der russische Estragon als Staude auch in unseren Breiten winterhart ist, kommt französischer Estragon nur frostgeschützt durch den Winter. Das feine Estragon - Aroma, das zur Herstellung von edlen Essigen und Senfsorten so geschätzt ist, hat allerdings nur der französische Estragon. Der dafür verantwortliche Inhaltsstoff, das Estragol (= ein Bestandteil des ätherischen Öls) kommt in der russischen Variante nicht vor. Wirkt fördernd auf die Magensaftbildung und appetitanregend

Geschmack und Verwendung in der Küche:

warmer süßer Duft, würzig anisartig, aromatisch - erfrischender Geschmack .

Paßt zu feinen Soßen, Mayonnaisen, Dips und Marinaden in Kräuteressig, -Ölen und- Senf, in Salatdressings für frische Salate - lecker zu bitterstoffhaltigen Blattsalaten wie Radicchio, Chicoree, Löwenzahn, Endivien aber auch zu Rucola und Feldsalat, - in Kombination mit Balsamicoessig und Olivenöl

7. Salbei (Salvia officinalis)

Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung. Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl.

Der Salbei hat außerdem eine ausgesprochen schweißhemmende Wirkung. Genauer betrachtet hat der Salbei so vielfältige Heilwirkungen, daß man ihn zu Recht fast als Allheilmittel bezeichnen kann.

Haupt-Anwendungen: Halsschmerzen, Schwitzen,

Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend,

Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Depressionen, Diabetes (unterstützend in leichten Fällen), Durchfall, Eitrige Geschwüre, Ekzeme, Erkältungen, Erysipel, Fussschweiss, Gürtelrose, Gallenschwäche, Gedächtnisschwäche, Gesichtsrose, Gicht, Haarausfall, Hauterkrankungen, Heiserkeit, Hemmt die Milchsekretion,  Hitzewallungen, Husten, Insektenstiche, Kehlkopfkatarrh, Keuchhusten, Leberschwäche, Lungenschwäche, Magenbeschwerden, Mandelentzündungen, Menstruationsbeschwerden Mundgeruch, Mundschleimhautentzündungen, Nachtschweiß, Nervenschwäche, Rachenentzündungen,  Raucherhusten,  Rheuma, Schlecht heilende Wunden, Schmerzhaft geschwollene Brüste, Starkes Schwitzen, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wechseljahrsbeschwerden, Weissfluss, Wunden, Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen

8. Schnittlauch (Allium schoenoprasum)

Als Gewürz kennt jeder den Schnittlauch, aber dass er auch eine Heilpflanze ist, ist nicht so bekannt. In der Zeit, wenn er im Frühling aus der Erde sprießt, brauchen wir ihn am allernötigsten, denn er vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit, reinigt das Blut und liefert uns Vitamin C.

Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Blähungen, Darmentzündung, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht, Husten, Magenentzündung, Bluthochdruck, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend

Inhaltsstoffe: Eisen, Arsen (Kleinstmengen), Vitamin C

9. Petersilie (Petroselinum hortense)

Sie gibt es sowohl mit glatten oder mit den dekorativen krausen Blättern.

Daß die Petersilie auch eine Heilpflanze ist, ist den Meisten unbekannt. Einerseits wirkt sie durch ihren hohen Vitamin C Gehalt belebend und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Sie regt aber auch den gesamten Verdauungsvorgang an und wirkt harntreibend und förderlich auf Niere und Blase.

Eine besonders ausgeprägte Wirkung hat die Petersilie auch auf die Fortpflanzungsorgane der Frauen. Sie fördert die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und kann auch bei der Geburt hilfreich zur Seite stehen.

Achtung! In der Schwangerschaft sollte man keine großen Mengen von Petersilie zu sich nehmen, denn Petersilie könnte eine Fehlgeburt auslösen. Kleine Mengen als Gewürz sind bei gesunden Frauen jedoch unbedenklich.

Sie regt aber auch den gesamten Verdauungsvorgang an und wirkt harntreibend und förderlich auf Niere und Blase.

Eine besonders ausgeprägte Wirkung hat die Petersilie auch auf die Fortpflanzungsorgane der Frauen. Sie fördert die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und kann auch bei der Geburt hilfreich zur Seite stehen.

Achtung! In der Schwangerschaft sollte man keine großen Mengen von Petersilie zu sich nehmen, denn Petersilie könnte eine Fehlgeburt auslösen. Kleine Mengen als Gewürz sind bei gesunden Frauen jedoch unbedenklich.

Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfung, Mundgeruch, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht, Rheuma, Blasensteine, Blasen-Entzündungen, Nierensteine, Bluthochdruck, Ohrenschmerzen, Depression, Müdigkeit, Kater, Menstruations fördernd, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden, Wehen fördernd, Nachgeburt austreibend, Insektenstiche, Mückenstiche, Schuppen, Geschwüre.

10. Chili (Capsicum annuum oder Capsicum frutescens)

Chilis sind kleine, superscharfe Paprikas, die gerne in der südländischen Küche verwendet werden, um den Mahlzeiten die erwünschte Schärfe zu geben.

Diese Pflanze hat sich weltweit einen wichtigen Platz in der Naturheilkunde erobert, etwa in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) oder im indischen Aryuveda. Gewürze finden darin allgemein ihre Verwendung für Körperpflege und Medizin, denn Nahrung und medizinische Wirkung liegen im Orient nah beieinander.

Diese Schärfe tropischer Gerichte hat auch wichtige medizinische Aspekte, denn dadurch werden Krankheitserreger abgetötet, die Verdauung gestärkt und der Stoffwechsel angeregt.

Äußerlich angewandt steigert Chili die Durchblutung und kann schmerzhafte Beschwerden des Bewegungsapparates lindern.

Inhaltsstoffe: Capsaicin, Carotinoide, Capsanthin, Capsorubin, Vitamin C,

Heilwirkung: anregend, antibakteriell, betäubend, durchblutungsfördernd, schweißtreibend, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Magenschwäche, wurmtreibend, Hämorrhoiden, Rheuma, Kreislauf anregend, Hautreizend, Muskelschmerzen, Muskelkater, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Verspannungen, Zerrungen, Hexenschuß, Ischias, Gelenkschmerzen.

Äußerliche Anwendung

Cayennepulver, Chilipfeffer oder deren Inhaltsstoffe wirken stark durchblutungsfördernd und sind daher bei rheumatischen Beschwerden wie Hexenschuß, Muskelkater oder Nervenschmerzen als äußerliche Auflage willkommen. Der in Chili enthaltene Cayenneextrakt erweitert die Blutgefäße durch Wärmeerzeugung und erhöht so die Durchblutung, wodurch Entzündungsstoffe im Körper besser abtransportiert werden. Wärme entkrampft, deshalb läßt der Schmerz nach. Capsaicinhaltige Salben setzt man auch bei arthritischen Beschwerden und Schmerzsymptomen nach einer Gürtelrose ein, denn das Körpergewebe welches damit in Kontakt kommt brennt- schmerzt also- weswegen der Körper solange Schmerzbotenstoffe ausschüttet, bis die Vorräte erschöpft sind. Für längere Zeit hat man dann an der entsprechenden Stelle Ruhe vor Schmerzempfindung; und das ohne Brandblasen.

Die einzige Nebenwirkung besteht in einer örtlichen Rötung. Das kommt von der scheinbaren Verbrennung, welcher der Körper durch gesteigerte Durchblutung entgegenzuwirken versuchte. Ist die Haut zu stark gereizt, hilft das Einreiben mit Fett oder Alkohol. Nach dem Anfassen von Wärmepflastern sollten die Hände gewaschen werden. Auch ist die intensive Verwendung feuriger Chili in ohnehin warmen Klimazonen sinnvoll, denn ihr Schärfestoff weitet die Poren, wodurch das körpereigene Kühlsystem aktiviert wird.

Innerliche Anwendung

Bei naßkaltem Wetter regelmäßig Paprika und andere Früchte zu verzehren, schützt, in Verbindung mit Bewegung an frischer Luft, vor Erkältung. Insgesamt stärkt Chilipepper das Immunsystem, indem es antiallergisch und wachstumshemmend auf Bakterien sowie Viren wirkt. Ein Schnupfen läßt sich durch scharf gewürzte Suppe abkürzen; insbesondere wenn im Bett nachgeschwitzt wird. Gegen Erkältungen und Fieber weiß sich der Ungar durch einen, mit Paprikapulver versetzten Obstbrand gefeit. Aus Louisiana, dem US-amerikanischen Zentrum des Tabascopfefferanbaus, stammt das Rezept, gegen Erkältung und Husten, auch vorbeugend, heißen Zitronensaft auf scharfer Schote zu trinken. Manche Mediziner empfehlen die stündliche Einnahme bzw. das Gurgeln einiger Tropfen scharfer Tabasco Sauce in Wasser. Auch eine Prise Cayennepfeffer löst den Schleim und, was den wunden Hals betrifft, so lockert die Wärmeentwicklung die Halsmuskeln und lenkt die Aufmerksamkeit ab vom unangenehmen Kratzgefühl. Mittlerweile gibt es Halsbonbons auch mit Capsaicin. Dabei werden die Empfindungsreize des, das Körpergewebe (scheinbar) erhitzenden Capsaicins, mit dem es (scheinbar) kühlenden Menthols kombiniert.

Capsaicin verstärkt den Fluß der Speichel- und Magensäfte, sowie die Darmbewegung, was enorm verdauungsanregend wirkt. Durch Würzen mit Chili läßt sich jede Mahlzeit bekömmlicher machen. Und, weil es den Stoffwechsel um ca. 25% erhöht, kann es als “fatburner” zum Einsatz kommen, d.h. man nimmt ab, ohne sich die Verdauung oder den Appetit durch eine Diät kaputtzumachen; dabei unterstützt die Schärfe noch die Leber beim Entgiften und wirkt harntreibend. Chili bekämpft Verstopfung ebenso erfolgreich wie Blähungen, wo es Winde freisetzt. Gegen Magen- und Darmbeschwerden, sei es durch Infektion oder Krämpfe, wird in Spanien pimentón - so heißt die Gewürzpaprika dort- mit Gurke und Alkohol zu einem Trunk gemischt. Überraschenderweise soll der Verzehr von Chili die Magenschleimhaut nicht reizen, sondern kann sie, im Gegenteil, sogar vor schleimhautaggressiven Stoffen - z. B. Aspirin- schützen.

Zur Bekämpfung eines Katers kann man starken Tee bzw. Kaffee oder kalten Saft (würzig und vitaminhaltig ist z.B. Tomate mit Zitrone) mit ½ Teelöffel Chilipulver versetzen. Das belebt und kuriert auch die alkoholbedingte Magenverstimmung. Außerdem stimuliert Chili den Kreislauf, hilft also bei niedrigem Blutdruck und beugt nebenbei Thrombosen vor. Auf individueller Erfahrung beruht die Empfehlung, Cayenne gegen Kopfschmerzen bzw. zur Vorbeugung von Migräne einzusetzen. Man sollte ausprobieren wie der eigene Körper auf das Gewürz reagiert.

Wichtig ist immer, daß ausreichend Flüssigkeit aufgenommen wird, sowie Mineralsalze. Denn diese gleichen die schweißtreibende Wirkung des scharfen Essens wieder aus. Ebenfalls wird den scharfen Speisen eine erotisierende Wirkung nachgesagt. Des weiteren können diese den Stoffwechsel und den Kreislauf anregen.

Zusätzlich kann die Chili als Tinktur angewendet werden. Hierbei sollte die Tinktur auf Alkohol-Basis hergestellt werden, da sich der Wirkstoff Capsaicin in diesem besonders gut löst. Die Chili-Tinktur sollte allerdings nur tropfenweise eingenommen werden, um die Verdauung und den Stoffwechsel anzuregen. Durch die extreme Schärfe der Tinktur kann genauso der Magen gereizt werden, weshalb hier auf die richtige Dosierung zu achten ist.

Ebenfalls ist das Chili-Öl eine häufige Anwendungsform der Früchte. Es wird meist durch den beinhalteten Carotin-Farbstoff eine rote oder orange Farbe aufweisen. Da sich das Capsaicin in Öl aber nicht so gut löst, wie in Alkohol, ist das Chili-Öl nicht so scharf, wie die Tinktur. Es wird vor allen Dingen in der asiatischen Küche gerne eingesetzt. Hier werden die kleingeschnittenen Chilis in Öl angebraten. Genausogut kann das Öl aber auch zum Einreiben des Körpers verwendet werden.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Chili ist in der äußerlichen Anwendung zu sehen. Hierfür kommen die Chili-Öle und Tinkturen zum Einsatz. Sie werden auf schmerzende, verspannte Stellen gerieben und können die Durchblutung fördern. Ebenfalls können sie hautreizend wirken, weshalb immer auf die richtige Zusammensetzung von Chili-Salben und -Cremes geachtet werden sollte. Somit können Verkrampfungen, Muskelkater, aber auch rheumatische Beschwerden durch das Einreiben mit Chili gelindert werden. Allerdings müssen die Hände sofort nach dem Einreiben gründlich gewaschen werden. Ebenso empfiehlt sich danach ein Zungentest, ob die Hände noch scharf schmecken. Wer auf das Händewaschen verzichtet, riskiert starke Reizungen der Augen, wenn diese beiläufig gerieben werden.

Der Schärfegrad bei Chili wird in sogenannten Scoville-Einheiten gemessen. Die Scoville-Einheiten reichen von 0 bis 500.000, das entspricht einer Skala von 0 bis 10. Eine Gemüsepaprika etwa hat den Schärfegrad 0, unschlagbarer Spitzenreiter mit einer 10 ist die Habanero, der schärfste Chili der Welt. Übrigens: Ein wichtiges Indiz ist die Größe. Grundsätzlich gilt: je kleiner die Frucht, desto schärfer.

Zum richtigen Zeitpunkt würzen: Getrockneter Chili, dessen Aromen sich erst beim Kochen lösen, braucht Zeit und sollte deshalb gleich zu Beginn an das Gericht. Gleiches gilt für ganze Pfefferkörner. Flüchtige Gewürze, wie Paprika und Chilipulver, dagegen sollte man erst 5 Minuten vor Ende der Kochzeit zufügen, ebenso gemahlenen Pfeffer.

Auf ein Hauptgewürz festlegen: Die übrigen Gewürze sollten diese Geschmacksrichtung dann nur noch unterstützen, aber nicht mehr überdecken.

Chili-Tinktur:
Füllen Sie die Kräuter in ein Schraubdeckel-Glas.
Lassen Sie noch etwa die Hälfte Platz im Glas.
Giessen Sie Doppelkorn über die Kräuter, bis sie gut bedeckt sind.
Verschließen Sie das Glas.
Lassen Sie die Tinktur zwei bis sechs Wochen an einem warmen Ort ziehen.
Nach und nach nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an.
Nach der Wartezeit wird die Tinktur abgefiltert. Dazu eignet sich ein Kaffeefilter.
Stülpen Sie den Kaffeefilter über ein zweites Glas.
Giessen Sie die Tinktur durch den Kaffeefilter.
Die fertige Tinktur tropft in das zweite Glas.
Anschließend wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt.
Verschließen Sie die Flasche.
Beschriften Sie die Flasche mit Inhalt und Datum.
An einem dunklen, kühlen Platz gelagert hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr.

11. Lavendel (Lavendula officinalis) (von Peter D.)

Der wohlduftende Lavendel erinnert an Südfrankreich, wo er auf großen Feldern gedeiht. Dort riecht die ganze Gegend nach Lavendel.

Der Duft von Lavendel beruhigt und reinigt und wirkt auf vielfältige Weise heilsam auf den Menschen.

Besonders bewährt ist er bei unruhigen Babys und deren Problemen. Hier kann ein Lavendelkissen Wunder wirken.

Heilwirkung:   antiseptisch,  beruhigend,  blähungstreibend,  harntreibend,  krampflösend,  Asthma,  Erschöpfungszustände,  Herzbeschwerden,  Bluthochdruck, Husten,  Kreislaufschwäche,  Magenkrämpfe, Migräne,  Nervosität,  Nervenschwäche,  Neuralgien,  Rheumatische Schmerzen, Schlaflosigkeit,  SpannungsKopfschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Wasseransammlungen, Entzündete Wunden, Gesichtsrose, Erysipel, Gürtelrose.

Lavendel-Tinktur eignet sich auch für die innerliche und äußerliche Anwendung.

12. Möhren (Daucus Carota)

sie sind ein traditionelles Gemüse in den Küchen dieser Welt - egal, ob man sie nun Möhren, Karotten, Mohrrüben, Rübli oder Gelbe Rüben nennt.

Die medizinischen Eigenschaften der Karotte, auch Mohrrübe oder Möhre genannt, waren schon den alten Griechen und Römern bekannt. Sie enthalten Provitamin A, Folsäure, Kalium, Eisen, Magnesium, Mangan, Kupfer, Schwefel und Pektin. Deshalb gehören sie mit zu den wertvollsten Gemüsearten.

Karotten besitzen einen hohen Flüssigkeits- und Pflanzenfaseranteil, der verdauungsfördernd wirkt und bei Verstopfung Linderung bringt. Ihre wasserbindenden Eigenschaften machen sie zu einem guten Mittel gegen Durchfall. Rohe Karotten verhindern die Aktivität von Salmonellen und senken damit das Risiko, an einer Lebensmittelvergiftung zu erkranken.

Karotten wirken gegen chronische Müdigkeit, Anämie, Immunschwäche, Magengeschwüre und Darmprobleme. Sie fördern außerdem bei stillenden Müttern die Milchbildung.

Durch seine wichtigen Inhaltsstoffe ist Karottensaft besonders wertvoll für kleine Kinder. Karotten helfen, Lungenkrebs und anderen Krebsformen vorzubeugen, wirken der Fettablagerung in den Arterien entgegen, stärken das Immunsystem und verhindern auch eine Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut. Das Auftragen von Karottensaft auf die Haut lindert Ekzeme und Akne. Damit das Provitamin A der Karotte in Vitamin A umgewandelt werden kann, muß zur Karotte eine kleine Menge pflanzliches Fett, zum Beispiel aus Sonnenblumenöl oder Kürbiskernen gegessen werden.

13. Kopfsalat (Lactuca sativa)

Der Salat ist den meisten von uns wohlbekannt, als Hauptzutat für frische Salate, die entweder als vitaminreiche Beilage oder sogar als Hauptmahlzeit genossen werden.  Außer seiner gesundheitsfördernden Eigenschaft als Nahrungsmittel ist der Salat aber auch eine Heilpflanze.

Er wirkt beruhigend und krampflösend und kann daher gegen Krampfhusten, Krämpfe der Verdauungsorgane und krampfartige Beschwerden des Kreislaufs angewandt.

Heilwirkung: beruhigend, Gefäßkrampf lösend, harntreibend, krampflösend, Husten, Asthma, Krampfhusten, Blähungen, Verstopfung, Blutzucker senkend, Hoher Blutdruck, Muttermilch fördernd, Krämpfe, Nervosität, Schlaflosigkeit

Inhaltsstoffe: Bitterstoff, Vitamine, Gerbstoff, Gerbsäure, Glutaminsäure, Lactupikrin, Oxalsäure, Taraxasterol, Tryptophan

14. Gurken (Cucumis sativa)

In erster Linie wird die Gurke gegessen. Am bekanntesten ist die Gurke im Salat, aber auch als Gemüse oder in Suppen schmecken Gurken ganz hervorragend. Das bevorzugte Gewürz für Gurken ist der Dill.

Auch für Säfte eignet sich die Gurke hervorragend, denn sie enthält sehr viel Wasser. Mit einem Entsafter kann man geschälte Gurken sehr einfach in Saft verwandeln. Besonders lecker schmeckt der Gurkensaft mit einem Schuß Zitronensaft und einen Eiswürfel.

Beim Genuß der Gurken tut man zudem etwas für seine Gesundheit, sowohl für den Harnapparat, die Verdauungsorgane, den Stoffwechsel, bei Diabetes und gegen Wechseljahrsbeschwerden. Äußerlich angewandt hilft die Gurke für Hautkrankheiten aller Art.

Heilwirkung: Akne, Augen stärkend, Blasensteine, Blutzucker senkend, Brandwunden, Dekubitus, Diabetes, Hautentzündungen, Nierensteine, Verstopfung, Wechseljahre, blutreinigend, entgiftend, entschlackend, harntreibend

Gegessen oder getrunken wirkt die Gurke wasserausleitend und hilft Nieren- und Herzkranken. Die Gurke wirkt entschlackend und ist förderlich für Darm, Nieren, Lungen und die Haut.

Auch für Diabetiker ist die Gurke hilfreich, denn sie senkt den Blutzuckerspiegel. Sogar gegen Wechseljahrsbeschwerden hilft die Gurke. Auch äußerlich kann man die Gurke vielfältig einsetzen.  Sehr bekannt sind Gurkenscheiben als Gurkenmaske zur Erfrischung der Gesichtshaut.  Der Gurkensaft hilft bei fast allen Hauterkrankungen. Einfach auftragen, wenn möglich einmassieren und antrocknen lassen.  Wirkt gegen Brandwunden, Sonnenbrand, Pickel, Flechten, Dekubitus, Geschwüre und schlecht heilende Wunden.

Inhaltsstoffe: Vitamin A, B1 und C, Nährsalze, insulinartige Stoffe

15. Sellerie (Apium graveolens)

Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend, kreislaufstärkend, menstruationsfördernd, nervenstärkend, Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Brustenzündung, Brustkrämpfe, Diabetes (unterstützend), Fettsucht, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht, Hauterkrankungen, Husten, Lungenkatarrh, Magenschwäche, Milchstau, Rheuma, Wassersucht, Ödeme, Bluthochdruck

16. Lauch (Allium porum)

Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Darmentzündung, Frühjahrsmüdigkeit, Geschwüre, Gicht, Hexenschuss, Husten, Insektenstiche, Magenentzündung, harntreibend, schleimlösend

17. Zwiebeln (Allium cepa)

In jedem Supermarkt kann man sie spottbillig kaufen, und weil sie etwas derb riecht, gilt die Zwiebel als eher unfeines Alltagsgemüse, das halt einfach so dazugehört. Dabei strotzt die Zwiebel nur so vor Heilkräften.

Fast gegen jedes Leiden hat die Zwiebel Abhilfe zu bieten. Sie hält nicht nur das Gefäßsystem jung, sondern lindert auch Husten, Verdauungsbeschwerden, Entzündungen aller Art und sogar Haarausfall. 

Es gibt kaum eine bessere Hausapotheke, die leicht verfügbar ist, als ein Beutel mit Zwiebeln in der Vorratskammer. So hat man immer ein Heilmittel zur Hand, selbst wenn am Wochenende die Apotheken geschlossen haben.

Heilwirkung: antibakteriell, auswurffördernd, blutbildend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Husten, Bronchitis, Halsentzündung, Heiserkeit, Mittelohrentzündung, Infektionen, Fieber,

Kopfschmerzen, Magen anregend, Verdauungsschwäche, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Würmer, Ödeme, Geschwollene Füße, Arteriosklerose, Herz stärkend, Bluthochdruck, Skorbut, Diabetes, Blutzucker senkend, Nierenschwäche, Rheuma, Gicht, Haarausfall, Insektenstiche, Brandwunden, Erfrierungen, Furunkel, Eitrige Wunden, Hämorrhoiden, Scheidenentzündung, Gebärmutterentzündung, Eierstockentzündung

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Vitamine, u.a. Vitamin C, Allicin, Asparagin, Kalziumoxalate, Carotin, Cholin, Zitronensäure, Essigsäure, Phosphor, Fumarsäure, Gerbstoff, insulinähnliches Pflanzenhormon, Jod, Kaffeesäure, Linolsäure, Lithium, Lutein, Oleanolsäure, Oxalsäure, Rutin, Salicylate, Senfölähnliches Glykosid, Schwefel, Trigonellin, Zink

Es gibt vielerlei Möglichkeiten, die Zwiebel als Heilmittel einzusetzen, wobei das Essen der Zwiebel wohl am verbreitetsten ist.

Einreiben gegen Insektenstiche: Wenn man von einem Insekt, z.B. Wespe gestochen wurde, dann kann man eine Zwiebel aufschneiden und die Stichstelle damit einreiben.

Sobald die Schnittkante der Zwiebel trocken geworden ist, drückt man die Zwiebel etwas zusammen, bis neuer Saft erscheint. Dann kann man die Behandlung des Insektenstiches wiederholen.

Nach etwa fünf Minuten müßte der Schmerz nachlassen. In den meisten Fällen kommt es später nicht zur Schwellung der Stichstelle.

Zwiebelsäckchen gegen Ohrenentzündung: Bei Ohrenentzündungen hackt man die Zwiebel fein und wickelt sie in ein dünnes Baumwolltuch. Zum Einwickeln geht auch ein Schlauchverband oder ein Teefilter aus dünnem Filterpapier. Die Zwiebelpackung wird erhitzt, beispielsweise über Wasserdampf (Achtung! Nicht die Finger verbrühen). Die erwärmte Zwiebelpackung legt man auf das schmerzende Ohr. Am besten mit einem Schal, einer Mütze oder einem Stirnband befestigen und eine gute halbe Stunde einwirken lassen. Danach noch etwas ausruhen. Diesen Vorgang dreimal täglich wiederholen.

So ein Zwiebelsäckchen kann man auch gegen Schmerzen beim Wasserlassen auf die Blasengegend auflegen.

Zwiebeltampon gegen Unterleibsentzündungen: Gegen Scheidenkatarrh, Gebärmutterentzündung und Eierstockentzündung kann man einen Zwiebeltampon zubereiten. Dazu reibt man eine Zwiebel fein zu Mus und gibt diese Masse in Gaze.  Dieses tamponartige Päckchen führt man in die Scheide ein und läßt es fünf Stunden lang einwirken. Zwei bis dreimal täglich wiederholen. Schon nach einem Tag sollte eine Besserung zu spüren sein.

Erwärmte Zwiebelscheiben: Angewärmte Zwiebelscheiben kann man auf Geschwüre, Nagelbettentzündungen und schlecht heilende Wunden auflegen.

Bei grippalen Infekten kann man mehrere Zwiebelscheiben um den Hals herum festbinden und einwirken lassen. Nach einer halben Stunde den Umschlag erneuern.

Zwiebelsaft: Frischer Zwiebelsaft hilft gegen Wasser in den Beinen und anderen Körperteilen. Als Einreibung hilft Zwiebelsaft gegen Flechten, Haarausfall und Schuppen.

Auch bei rheumatischen Schmerzen kann man durch Zwiebelsaft-Einreibung Erleichterung finden. Brüchige Finger- und Fußnägel gewinnen durch Zwiebelsaft-Einreibungen neue Elastizität.

Zwiebel im Salat: Allgemein gesundheitsfördernd, vor allem auch für die Gefäße und dadurch auch für das Herzkreislaufsystem und den Blutdruck ist es, die Zwiebel roh in den Speiseplan einzubauen.

Bei Diabetes hilft die Zwiebel, den Blutzucker zu senken und gehört daher bei jedem Diabetiker regelmäßig auf den Tisch.

Damit die Zwiebel im Salat milder schmeckt, kann man sie fein würfeln und mit etwas Salz bestreuen. Das Salz läßt man eine viertel bis halbe Stunde einwirken. In dieser Zeit wird die Zwiebel-Salz-Mischung saftig. Anschließend kann man Essig dazugeben und wieder eine viertel bis halbe Stunde einwirken lassen. Nach dieser Zeit sind die Zwiebeln mild und süß.

Zwiebelgemüse:  Für viele Gerichte gehören gebratene oder gedünstete Zwiebeln standardmäßig dazu. Aber nur selten werden Zwiebeln als eigenständiges Gemüse zubereitet. Dabei schmecken sie sehr zart und süß.

Man kann sie entweder einfach ungeschält in Wasser kochen. Anschließend flutschen sie förmlich aus den Häuten. Sehr lecker schmecken sie so mit Pellkartoffeln und Quark.

Oder man dünstet sie mit etwas Pflanzenöl an. Wer es mag gießt einen Schuß Wein dazu, sobald die Zwiebeln leicht glasig sind. Mit Salz, Pfeffer und Paprika abgeschmeckt, wahlweise auch mit Thymian und nach gut zwanzig Minuten ist ein leckeres Gemüse fertig.

18. Aloe (Aloe vera)

Die Aloe vera ist eine vielseitige Heilpflanze, die in Wüstengegenden heimisch ist.

Durch ihre dicken, fleischigen Blätter erinnert die Aloe ein wenig an Kakteen, aber sie ist eine Lilienart.

In Mitteleuropa wird sie schon seit etwa 1930 für Heilzwecke eingesetzt. Zunächst war sie den meisten Menschen hierzulande relativ unbekannt, doch seit Anfang des neuen Jahrtausends boomt die Verwendung der Aloe vera, und man findet sie in zahlreichen Kosmetika, Lebensmitteln und Alltagsprodukten.

Das Gel, das in den Blättern gespeichert wird, hat mannigfaltige Heilwirkungen, vor allem auf die Haut.

Haupt-Anwendungen: Leichte Verbrennungen.

Heilwirkung:  

Gel: befeuchtend, entzündungshemmend, lindernd, reizmildernd

Anwendungsbereiche:

Gel - äußerlich: Akne, Brandwunden, Ekzeme, Hautirritationen, Insektenstiche, Geschwüre, Herpes, Juckreiz, Neurodermitis, Psoriasis, Schlecht heilende Wunden, Schürfwunden, Schuppenflechte, Sonnenbrand, Unreine Haut, Verbrennungen, Zahnfleischentzündung

Gel - Innerlich: Colitis ulcerosa, Diabetes, Erhöhte Blutfettwerte, Husten, Reizdarm, Reizmagen, Sodbrennen, Stärkung des Immunsystems,

Inhaltsstoffe: Wasser, Aminosäuren, Mineralien, Vitamine, Enzyme, Glykoproteine, Anthrachinon- und Anthrazen-Derivate.

Äusserliche Anwendung des frischen Gels: Die frischeste Aloe bekommt man, wenn man sie selbst im Haus anbaut. Sobald die Blätter groß genug sind, kann man sie abschneiden und das Gel, das darin enthalten ist verwenden. Das frische Gel kann man einfach auf die betroffenen Hautstellen streichen.

Das Gel enthält feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe und wirkt außerdem reizlindernd, leicht antibakteriell und entzündungshemmend. Sehr angenehm ist die äußerliche Anwendung des Gels auf der Haut. Man kann dieses Aloe-Gel mannigfaltig einsetzen. Da das Gel gut kühlt, ist es vor allem angenehm bei so Sachen wie Sonnenbrand und Juckreiz. Wegen der juckreizstillenden und wundheilenden Wirkung kann man Aloe-Gel auch bei Neurodermitis und anderen Ekzemen einsetzen.

Auch bei Schürfwunden kann das Gel lindernd wirken und die Wundheilung verbessern. Die leichte antibakterielle und die wundheilende Wirkung macht das Aloe-Gel auch zu einem guten Mittel gegen Akne.

Die Heilwirkung bei leichten Verbrennungen und Sonnenbrand ist durch medizinische Studien untermauert. Die anderen Anwendungsgebiete entstammen der Erfahrungs- und Volksmedizin.

Innerliche Anwendung des frischen Gels: Um das frische Gel innerlich anzuwenden, löst man das Gel aus den Blättern heraus, nachdem der gelbe Saft vollständig abgeflossen ist. Man kann das Gel einfach essen. Alternativ kann man es auch in Joghurt einrühren, im Müsli essen oder mit Obst zusammen zu einem Obstsalat machen. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Allerdings sollte man das Gel nicht kochen, denn dann verändern sich die wertvollen Wirkstoffe.  Die innerliche Anwendung des Gels wirkt in erster Linie reizlindernd, sodaß sie sich für Sodbrennen, Reizmagen oder Reizdarm eignet. Der innerlichen Einnahme des Gels wird auch eine immunstimulierende Wirkung nachgesagt, die jedoch nicht durch medizinische Studien bewiesen ist.

Aloe-Gel soll bei regelmäßiger Einnahme den Blutzuckerspiegel senken und daher bei Diabetes helfen. Auch erhöhte Blutfettwerte wie ein erhöhter Cholesterinspiegel und erhöhte Triglyceride sollen gesenkt werden. außerdem sollte das "gute" Cholesterin namens HDL vermehrt werden.

19. Tomaten (Solanum lycopersicum)

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Tomaten zählen zu unseren wertvollsten Gemüsesorten. Sie enthalten die Vitamine A u. C sowie Mineralstoffe. Ein wichtiger Inhaltsstoff sind Lycopene, sie bilden einen wichtigen Schutz gegen freie Radikale. Ferner hat man herausgefunden, daß sich Lycopene positiv gegen bestimmte Krebsarten verhalten. Lycopene werden auch nicht durch Wärmebehandlung zerstört, im Gegenteil, dadurch lösen sie sich erst völlig aus den Faserzellen, sie wirken somit auch noch in Tomatenmark und Ketschup. Lycopene sind auch für die rote Farbe der Tomaten zuständig. Tomaten schützen die Schleimhäute des Körpers, fördern Stoffwechsel und Verdauung und stärken unsere innere Zellstruktur.

Anwendung bei Bauchspeicheldrüsen-Schwäche, Durchblutungsstörungen, Gicht, Rheuma, Verdauungsschwäche, Verstopfung, blutbildend, eitrige Wunden, hoher Blutdruck.

20. Kohlrabi (Brassica oleracea var gongylodes L.)

Heilwirkungen:

Beim Stichwort „Vitamin C" denken immer noch viele an die Zitrone. Im Vergleich zu zahlreichen heimischen Obst- und Gemüsearten ist sie aber nur ein mittelmäßiger Vitamin-C-Spender. Kohlrabi dagegen bietet mehr als nur reiche Mengen des Leitvitamins.Für unsere 70 Billionen Körperzellen spielt Vitamin C eine zentrale Rolle. Es ist der Katalysator für zahlreiche Prozesse. Am bekanntesten ist die stabilisierende Wirkung für das Immunsystem. Vitamin C hält die Abwehrzellen in Schwung, sodaß sie rasch und effektiv Infektionen abwehren können. Vitamin C sorgt aber auch für Vitalität, strahlendes Aussehen und hilft, freie Radikale abzufangen, die als Krebsauslöser gelten.

Vitamin-C-Gehalt in 100g:

Kohlart         mg:
Zitronen        51
Orangen        35
Rosenkohl     115
Brokkoli        110
Grünkohl       105
Blumenkohl    70
Kohlrabi        60
Rotkohl         50
Wirsing         45
Chinakohl      35
Weißkohl       20 

Die im Kohlrabi enthaltenen Senföl-Glykoside schützen zusammen mit Selen, Folsäure und Vitamin C vor Infektionen und Entzündungen, Freien Radikalen, den krebsauslösenden Substanzen. Kohlrabi wirkt entwässernd und fördert die Nierentätigkeit. Das Kalzium stärkt die Knochen, das Magnesium den Kreislauf und die Muskeln. Die B-Vitamine machen Haar und Haut schön und kräftigen die Nerven.  Kohlrabi steigert die Konzentrationsfähigkeit, sorgt für bessere Laune und hilft bei Streß. Kohlrabi kräftigt das Immunsystem, kurbelt die Blutbildung und den Zellstoffwechsel an und stimuliert die Sauerstoffversorgung und die Zellatmung. Er wirkt entwässernd und unterstützt Maßnahmen zur Gewichtsreduktion. Sein hoher Ballaststoffgehalt trägt mit zu einer geregelten Verdauung bei.

Kohlrabi enthält aus ernährungsphysiologischer Sicht wichtige Inhaltsstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett, die Mineralien Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Beta-Karotin, Anthocyane sowie Vitamine B1, B2, B6 und C. Die Blätter des Kohlrabis sind ebenfalls sehr wertvoll; sie sind reich an Karotin und dem wichtigen Mineralstoff Phosphor.

21. Blumenkohl (Brassica oleracea var botrytis L.)

Heilwirkung: Wegen seiner zarten Struktur ist Blumenkohl besonders leicht verdaulich und eignet sich hervorragend auch als Kranken- und Schonkost. Er enthält wenig Kohlenhydrate, dafür aber wichtige Mineralstoffe, besonders Kalium fürs Herz sowie sehr viel Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist, und darüber hinaus verhältnismäßig viel Vitamin C. Mit einer 200-g-Portion Blumenkohl ist der Tagesbedarf an Vitamin C gedeckt.

Blumenkohl beinhaltet eine leicht auswertbare Stärke. Als Abendmahlzeit fördert er die nächtliche Regeneration von Körperzellen und Gehirn, ist durch das Anti-Thrombose-Vitamin K eine unterstützende Hilfe, um die Blutgerinnungs-faktoren im physiologischen Gleichgewicht zu halten. Er unterstützt die Regeneration der Darmschleimhaut, fördert den Heilungsprozeß bei Gastritis und Magen-Darm-Geschwüren sowie die wichtige Herz-, Kreislauf- und Nierenfunktion. Er gilt als Aufbaugemüse während oder nach Krankheiten. Blumenkohl wirkt entwässernd, hilft bei Nieren- und Blasenproblemen, unterstützt Maßnahmen zur Gewichtsabnahme. Er kurbelt die Blutbildung an, wirkt blutdrucksenkend und kräftigt das Immunsystem.

22. Pfefferminze (Mentha piperita)

Heilwirkung: entzündungswidrig, keimtötend, galletreibend, krampflösend, schmerzstillend, Blähungen, Durchfall, Gallenbeschwerden, Magenschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, schmerzhafte Regel, Erkältungskrankheiten

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (u.a. Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Enzyme

Anwendung: Die Pfefferminze wird bevorzugt als Tee eingesetzt. Hier hilft sie innerlich bei Magen- Darmbeschwerden, Kopfschmerzen ,Rheumaschmerzen in der Kosmetikindustrie und der Zahnmedizin. Als ätherisches Öl kann man sie bei Erkältungen inhalieren. Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguß für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden. 

Minzöl: Minze abzupfen. Wichtig ist auf jeden Fall, daß sie richtig trocken ist. Die Minze gibt man in eine saubere Glasflasche und füllt dann das (Sonnenblumen)Öl auf, sodaß alles bedeckt ist. Die verschlossene Flasche bleibt etwa drei Wochen bei Zimmertemperatur stehen. Danach entfernt man die Kräuter (oder füllt das Öl in eine andere Flasche um). Vom Umfüllen an muß es dann im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Bei Heuschnupfen und bei Kindern unter sechs Jahren soll Minzöl nicht angewandt werden.

23. Zitronengras (Cymbopogon citratus)

Heilwirkung: antibakteriell, desinfizierend. Wirkt gegen Blähungen und als Beruhigungsmittel. Als ätherisches Öl eignet sich Zitronengras als effektives Mittel gegen Fliegen, Zecken und Läuse. Die traditionelle indische Medizin setzt es seit Jahrhunderten ein. Da Zitronengras bei einigen Menschen zu Hautreizungen führen kann, ist es für Babys und Kinder ungeeignet.

Anwendungsbereiche: Brechreiz, Erkältung, Fieber, Rheuma, Verdauungsbeschwerden.

24. Majoran (Origanum majorana)

Der Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er auch, die schweren Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane.

Außerdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Erkältungen.

Äußerlich angewandt kann er nicht nur die Hautheilung fördern, sondern auch Kopfschmerzen lindern.

Babys hilft er in Form der traditionellen Majoran-Salbe gegen Blähungen und Schnupfen.

Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schweisstreibend, tonisierend, Erkältung, Husten, Keuchhusten, Asthma, chronischer Schnupfen, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Magenkrämpfe, Magenkoliken, Darmkoliken, Durchfall, Verstopfung, Seekrankheit, Gicht, Rheumatismus, Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, Menstruations stärkend, Wunden, Schlecht heilende Wunden, Krampfadern, Grind, Juckreiz

25. Paprika (Capsicum annum)

Heilwirkung: Gelenkentzündungen, Gewürz, Muskelschmerzen, Rheumatische Beschwerden, Verdauungsschwäche

26. Limetten (Citrus aurantiifolia)

Die Limette ist die Zitrone der Tropen. Man kann sie wie Zitronen ausgepreßt als Saft oder Säurungsmittel verwenden. Außerdem ist die Limette sehr gut geeignet als Beigabe zu Fleisch- und Fischgerichten, in Salatsoßen, Quarkspeisen und spritzigen Mixgetränken. Auch als Saftkonzentrat oder Speiseeis ist die Limette ein beliebter Erfrischer.

Heilwirkung: Die Limette wirkt desinfizierend und krebsvorbeugend. Sie lindert Rheuma-Beschwerden und hat eine stimmungsaufhellende und zusammenziehende Wirkung. Hervorragend eignen sich die Limette auch bei Erkältungen, Halsschmerzen, Nebenhöhlenentzündungen und Fieber. Außerdem stärkt die Limette das Immunsystem.

Hilft bei Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Durchblutungsprobleme, Erkältung, Fieber, Gelenkentzündung, Gelenkschmerzen (Arthritis), Halsschmerzen, Immunschwäche, Schwache Abwehrkräfte, Abwehrschwäche, Krampfadern, Nebenhöhlenentzündung, Rheuma, Schleimhautentzündung (Katarrh), Stirnhöhlenentzündung

Therapeutische Eigenschaften: desinfizierend (antiseptisch), mikrobenabtötend (antimikrobiell), oxidationshemmend, krebsvorbeugend (antioxidativ), rheumalindernd (antirheumatisch), stimmungsaufhellend (antidepressiv), zusammenziehend (adstringierend)

27. Zitronen (Citrus limon)

Die sehr saure Frucht ist außerordentlich saftig. Ihre Schale enthält sehr viel ätherisches Zitronenöl. Es bietet sich also an, unbehandelte Ware zu erwerben, um die Frucht voll auszukosten. Denn auch die Schale kann zum Würzen verwendet werden. Zitronen fallen durch ihren ausgeprägten „Nippel“ auf, müssen aber nicht immer strahlend gelb sein (von der Sorte abhängig).

Heilwirkung: Zitronensaft ist sehr gesund. Er regt den Appetit an, tötet Bakterien und wirkt fiebersenkend. Zitronen kräftigen das Immunsystem, das Bindegewebe, Haare und Nägel. Sie stimulieren die Magensäureproduktion, verbessern den Eiweißstatus im Körper und die Eisenverwertung für die Zellatmung. Zitronen aktivieren den Kalziumstoffwechsel für Knochen und Zähne.

Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche,  Akne, Angina, Appetitlosigkeit, Arteriosklerose, Arthritis, Asthma, Blähungen, Blasenschwäche, Blutarmut Bluthochdruck, Cellulite, Depressionen, Diabetes Durchfall, Erbrechen, Erhöhte Blutfettwerte, Erhöhte Harnsäurewerte, Erkältung, Fieber, Frostbeulen, Frühjahrskur, Frühjahrsmüdigkeit, Gallensteine, Gelenkentzündung, Gicht, Grippe, Grüner Star, Haarausfall, Halsentzündung, Herzschwäche, Husten, Kopfschuppen, Krampfadern, Mandelentzündung, Migräne, Mundschleimhautentzündung, Nervenschmerzen, Nervöse Herzbeschwerden, Neuralgien, Nierensteine, Nierenbeckenentzündung, Reisekrankheit, Rachenentzündung, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schluckauf, Sodbrennen, Übelkeit, Venenschwäche Verdauungsschäche, Verstopfung, Wunden

Wie alle Zitrusfrüchte ist die Zitrone reich an Phosphor und Pektin. 100 Gramm Zitrone enthalten:

Kalium          Calcium         Magnesium    Phosphor       Vitamin C

149 mg         11 mg          28 mg          20 mg          51 mg         

28. Orangen (Citrus aurantium)

Verwendung: Beruhigend, Blasenleiden (Allgemein), Blasenschwäche,  Einschlafstörungen,  Fiebersenkend,  Harnentleerung (schmerzhafte),  Herzbeschwerden (nervöse),  Krampflösend, Muskelkrämpfe, Nervenstärkend,  Nervosität,  Schlaflosigkeit, Schüttelfrost, Unruhe (nervöse), Verrenkungen/Verstauchungen,  Zahnfleischentzündungen

Inhaltsstoffe: Anthranilsäure, Citral, Citronellal, Dezyaldehyd,  Geraniol, Limonen, Linalool, Methylester, Terpineol.

29. Mandarinen (Citrus reticulata)

Hervorzuheben sind die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor, die B-Vitamine und Vitamin C (30mg/100g).

Die Früchte haben eine verdauungsfördernde Wirkung.

Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Mandarine, weil sie so gut schmeckt und so leicht zu schälen ist. In Asien hat die Mandarine auch als Naturarznei eine Bedeutung. Und nicht nur die Mandarine. Auch der Baum, der Mandarinen wachsen läßt. Aus den zarten Ästen, die immer wieder ausgeschnitten werden müssen, wird in einem aufwendigen Verfahren eine flüssige Naturmedzin hergestellt: der Mandarinenbaum-Essig.

Seit einiger Zeit kann man auch bei uns den Mandarinenbaum-Essig für die Gesundheit nützen. Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, worauf sich die wunderbare, heilsame Wirkung des Mandarinenbaum-Essigs begründet. Man hat das Rätsel gelöst: Der Essig aus den Ästen des Mandarinenbaumes enthält über 200 Wirkstoffe, das Schlüssel-Enzym Superoxid Dismutase, zahllose Fulvate aus dem Vulkanboden, auf dem die Bäume wachsen. Die Fulvate spielen bei der Wirkung des Mandarinenbaum-Essigs eine ganz besondere Rolle, weil sie die Basis für Mineralstoffe und andere Nährstoffe bilden und deren Wirkung verstärken.

Die Fulvate können aber noch mehr: Sie aktivieren zahllose Enzyme im Körper, fördern die Produktion von Energie, schützen vor Giften und Schwermetallen, aber auch vor hochaggressiven Umweltschadstoffen. Sie laden unsere Zellen mit elektrischer Energie auf, schützen die Nieren und verarbeiten auch optimal Eiweiß in den Körperzellen.

Gemeinsam mit schwefelhaltigen Verbindungen transportieren die Fulvate die Gifte gezielt aus dem Körper, fördern die Zellatmung, holen Säuren aus dem Organismus und schaffen ein basisches Milieu.

Die Übersäuerung und der Abbau von Säuren im Körper ist ein großes Thema geworden. Durch Übersäuerung der Zellen entstehen viele Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen: Arthrosen, Gicht, Rheuma, Osteoporose, Migräne, Arteriosklerose, Cellulite, Müdigkeit, das Burnout -Syndrom, Reizbarkeit, Wechseljahrbeschwerden, Neigung zu Hexenschuß, sexuelle Probleme. Man kann mit Entsäuern viele Krankheiten bekämpfen und lindern. Das ist eines der großen Geheimnisse im Mandarinenbaum-Essig.

Er kann aber auch Alkohol schneller abbauen und entlastet damit die Leber.

Madarinen-Baumessig schafft eine Minus-Ionisierung, die der Positiv-Ionisierung von schädlichen Strahlungseinflüssen entgegenwirken kann. Verstärkte Minus-Ionisierungs-Konzentration entsteht in der Luft nach Regen, Gewitter, am Meer und in den Bergen. Es handelt sich dabei um eine Atmosphäre, die ein starkes Wohlgefühl auslöst.

Mandarinen-Baumessig hat antibakterielle und antivirale Eigenschaften, kann daher vor Infektionen, speziell jetzt in der kalten Jahreszeit gegen Erkältungen schützen. Der Baumessig bringt die gesamte Verdauung in Schwung.

Man kann Streß abbauen. Und zwar hat man da den genauen Mechanismus in unseren Körper nachgewiesen: Der Mandarinen-Baumessig vermindert und bremst die Wirkung der Substanz Epinephrin, die bei Streßsituationen im Körper verstärkt gebildet wird.

Der Lymphfluß wird entscheidend verbessert.

Müdigkeit und schlechte Laune können weggezaubert werden. Der Mandarinen-Baumessig liefert neue Vitalität und Lebensfreude. Man kann ihn auch gegen die Herbst- und Winter-Depression einsetzen.

Der Mandarinen-Baumessig regt die Blutbildung an.

Er stärkt aber auch die mittlere Bauchregion.

Wie entsteht dieser heilsame Essig? Bei Mandarinen-Bäumen in Korea werden in regelmäßigen Abständen die Äste beschnitten. Das ist wichtig für eine gute Mandarinen-Ernte. Die Zweige werden aber nicht entsorgt. Sie sind das wertvolle Grundmaterial für den Essig. Sie werden luftgetrocknet und reichern dabei noch mehr Natur-Energie an. Dann werden die Hölzer wie in einem Holzkohlen-Meiler verbrannt. Der aufsteigende Rauch wird in Röhren abgekühlt. Dabei entsteht der junge Baumessig bei Temperaturen von 100 bis 104°. Es dauert etwa 6 bis 9 Monate, bis der Baumessig dann endgültig gereift ist.

Und so wird er in der Praxis eingesetzt: In der Apotheke, im Reformhaus oder im Bioladen gibt es kleine, flache Hautauflagekissen - Pads genannt - zu kaufen. Sie sind mit dem Essig getränkt. Man klebt je 1 Pad abends auf eine Fußsohle, wo dann der Mandarinen-Baumessig über Nacht auf die Fußreflexzonen Einfluß nimmt. Über die Fußsohlen werden Gifte und Säuren abgeleitet, so wie das ja auch bei einem Fußbad der Fall ist.

Nach koreanischem Brauch sieht eine Rundum-Kur mit dem Mandarinenbaum-Essig so aus: 5 Nächte lang läßt man die Pads mindestens 7 Stunden auf die Fußsohlen einwirken. Dann macht man 3 Tage Pause und geht dann wieder 5 Nächte mit Chi-Pads zu Bett. Wieder 3 Tage Pause machen und dann noch 5 Nächte mit den Pads schlafen.

In den ersten Nächten verfärben sich die kleinen, flachen Baumessig- Kissen schwarz: Das sind die Gifte und Säuren, die über die Fußsohlen aus dem Körper abgezogen wurden. In China und Korea gelten die Fußsohlen als „zweites Herz“ und als „dritte und vierte Niere“. Darum ist es so sinnvoll, daß der Mandarinen-Baumessig von hier aus gezielt auf den Organismus einwirkt.

In Asien hat man den kleinen Kissen mit Mandarinen-Baumessig den Namen „Chi Pads“ gegeben. Aus einem ganz logischem Grund: Chi ist der positive Lebens-Energie-Fluß. Für die innere Anwendung gibt es aber auch Kapseln mit Mandarinenbaum-Essig. Man nimmt sie parallel zur Kur mit den Pads.

… na, na, na, da ich bin mir nicht so sicher, ob das mit dem Mandarinenbaum-Essig nicht maßlos übertrieben ist???? ...  Dietmar

30. Bananen (Musaceae)

Heilwirkung: Bananen enthalten eine ideale Mischung aus Kohlenhydraten und Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium. Die Kohlenhydrate versorgen den Körper rasch mit Energie. Kalium aktiviert Enzyme, hält die Muskeln geschmeidig und reguliert den Wasserhaushalt. Magnesium sorgt als Bestandteil vieler Enzyme für ein reibungsloses Zusammenspiel von Nerven und Muskeln und verhindert Muskelkrämpfe. Kalium beugt Herz-Rhythmusstörungen vor und hat außerdem eine blutdrucksenkende Wirkung.

Wer Bananen ißt, bringt zusätzlich den Botenstoff Serotonin, der für gute Stimmung sorgt, auf Trab. Dieser dämpft Unlustgefühle und regt die „Glückshormone“ an.

Bananen machen zwar satt, aber nicht dick. Der Grund: Sie enthalten kaum Fett, dafür aber viele sattmachende Ballaststoffe. Dazu liefern sie noch jede Menge Kohlenhydrate, die Kraft für Körper und Gehirn liefern. Bananen Verhüten und heilen Magengeschwüre, Senken den Cholesterinspiegel im Blut, Schützen vor Darmkrebs, Wirken gegen Depressionen, Lassen Warzen, verschwinden, Verhüten und heilen Magengeschwüre, Senken den Cholesterinspiegel im Blut, Schützen vor Darmkrebs, Wirken gegen Depressionen, Lassen Warzen verschwinden, Helfen bei Schlafstörungen, Streß senken, Nach zuviel Alkoholgenuß

31. Physalis (Physalis alkekengi)

Heilwirkung: Blasenschwäche, Nierenschwäche, Rheuma, blutreinigend, harntreibend

32. Maracuja (Passiflora incarnata)

Die großen Blüten der Passionsblume sind wunderschön anzusehen und es gibt sie in vielen verschiedenen Arten.

Die beruhigende Wirkung der Passionsblume war schon den amerikanischen Ureinwohnern bekannt, die sie gerne als Heilpflanze verwendeten. Auch in der europäischen Heilpflanzenkunde wird die Passionsblume gerne gegen Schlafstörungen verwendet. Die Passionsblume wirkt auch krampf- und angstlösend, sodaß sie auch gegen zahlreiche nervös bedingte Gesundheitsbeschwerden verwendet werden kann.

Haupt-Anwendungen: Schlafstörungen,

Heilwirkung: adstringierend, angstlösend, beruhigend, krampflösend, schweißtreibend

Anwendungsbereiche: Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Herzneurosen, Durchblutungsstörungen, Nervosität, Reizdarm, Reizmagen, Schlaflosigkeit, Ängste, Wechseljahrsbeschwerden,

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Vitexin, Cumarin, Umbelliferon, Maltol, Harmin, Passiflorine, Stigmasterol, Sitosterol, Luteolin, Kaempferol

33. Ringelblume (Calendula officinalis)

Die Ringelblume ist nicht nur als Heilpflanze bekannt, sondern steht auch in vielen Gärten als besonders üppig blühende Zierde.

Ihre Blüten sind ein hervorragendes Wundheilmittel, was die starke Verbreitung der Ringelblumensalbe erklärt.  Man kann die Ringelblume auch innerlich anwenden. (Wir geben immer eine Ringelblume zusätzlich in den morgendlichen Zitronengras-Tee)

Haupt-Anwendungen: Hautentzündungen,

Heilwirkung: abschwellend, adstringierend, antibakteriell, anregend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, reinigend, schweißtreibend,

Anwendungsbereiche: Afterjucken, Angstzustände, Blutergüsse, Brandwunden (leichte), Brechreiz, Ekzeme, Entzündungen und Vereiterungen der Haut, Erysipel, Furunkel, Gürtelrose, Gallenbeschwerden, Geschwüre, Geschwollene Lymphknoten, Gesichtsrose, Gesprungene Lippen, Hämorrhoiden, Hautkrebs, Hautleiden, Kopfschmerzen, Krampfadern, Leberschwäche, Magen- und Darmstörungen, Magengeschwür, Menstruations fördernd, Menstruationsschmerzen, Mundschleimhautentzündungen, Narbenwucherungen, Offene Beine, Pickel, Quetschungen, Schlaflosigkeit, Schlecht heilende Wunden, Schmerzen in Amputationsstümpfen, Schnittwunden, Schwindel, Sonnenbrand, Unreine Haut, Unterschenkelgeschwüre, Verstopfung, Warzen, Wechseljahrsbeschwerden, Windeldermatitis, Wunde Babypopos, Wunde Brustwarzen, Wunden, Wundliegen, Zerrungen

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Carotinoide, Xanthophylle, Flavonoide, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Salizylsäure, Taraxasterol, Violaxanthin

34. Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Die Kapuzinerkresse ist anders als die meisten anderen heimischen Pflanzen. Zuerst fallen nur ihre kreisrunden Blätter auf, an denen man die Kapuzinerkresse schon von weitem erkennt. Wenn sie dann zwischen Hochsommer und Herbst ihre leuchtenden Blüten entfaltet, verliert man die interessante Blattform fast aus dem Auge, denn die Blüten sind so schön anzusehen, das man sich an ihnen kaum sattsehen kann. Obendrein ist die Kapuzinerkresse so schattenverträglich, dass sie auch dunkle Stellen unter Bäumen oder andere Schattenplätze mit Grün und kräftigen Farben erfüllen. 

Man kann sowohl die runden Blätter als auch die Blüten essen und mit dem leicht scharfen Geschmack seine Speisen würzen. Das ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund.

Kapuzinerkresse hilft nämlich gegen Erkältung und Husten.

Haupt-Anwendungen: Erkältungen,

Heilwirkung: anregend, antibiotisch, blutreinigend, pilztötend, schleimlösend,

Anwendungsbereiche: Bronchitis, Grippale Infekte, Halsentzündung, Verstopfung, Infektion der Harnwege, Menstruations fördernd

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Senfölglykoside

Kapuzinerkresse wird in erster Linie als gesundes Gewürz gegessen.

Innerlich: Kapuzinerkresse kann man gegen Husten und Bronchitis einsetzen, weil sie schleimlösend wirkt.

Außerdem hilft Kapuzinerkresse gegen Hals- und Rachenentzündungen aufgrund der antibiotischen Eigenschaften der in ihr enthaltenen Senfölglykoside.

Da sie auch das Immunsystem stärkt, weil sie viel Vitamin C enthält, ist die Kapuzinerkresse eine hervorragende Heilpflanze gegen Erkältungen.

Mit ihren harntreibenden Eigenschaften in Kombination mit der Desinfektion kann sie auch gegen Probleme des Harnapparates helfen.

Man wendet die Kapuzinerkresse jedoch nicht als Tee an, sondern würzt damit seine Speisen, um in den Genuß ihrer gesundheitlichen Fähigkeiten zu kommen.

Von der Kapuzinerkresse kann man sowohl die runden Blätter als auch die Blüten essen und sogar die Knospen lassen sich lecker einlegen.

All diesen Pflanzenteilen gemeinsam ist der leicht scharfe würzige Geschmack, der ein wenig an Gartenkresse erinnert. Die beiden Pflanzenarten sind jedoch nicht miteinander verwandt.

Die hübschen Blüten machen sich gut als Zierde in Salaten. Auch Nachtische lassen sich mit den Blüten hübsch garnieren, denn sie sind deutlich milder als die Blätter und daher auch für Süßspeisen geeignet.

Die Blätter kann man kleingehackt in Salaten, Kräuterquark, Eierspeisen, auf Kartoffeln, auf Butterbrot und anderen Speisen einsetzen. Überall, wo man frisches, würziges Grün haben will, eignen sich die Blätter der Kapuzinerkresse.

35. Spinat (Spinacia oleeracea)

Jahrzehntelang zwangen Eltern ihre Kinder zum Spinat-Essen, weil dieses Gemüse als besonders eisenhaltig galt.

Dabei wurden die Forschungsergebnisse des schweizerischen Physiologen Gustav von Bunge, der 1890 eine erste Laboranalyse von Spinat durchführte, lediglich von Ernährungsratgebern falsch interpretiert und falsch weitergegeben. Gustav von Bunge ermittelte damals in 100 Gramm getrocknetem Spinat 35 Milligramm Eisen. Da Spinat jedoch zu 90 Prozent aus Wasser besteht, enthält eine 100-Gramm-Portion von frischem Spinat folglich nur 3,5 Milligramm Eisen. Dieser Kommafehler in der Ernährungs-Literatur wurde 40 Jahre später endlich aufgedeckt, aber der Spinat-Mythos lebte trotzdem hartnäckig weiter ... unterstützt durch den Spinat essenden Seemann Popeye.

Wirkung: Verwendet werden die Blätter. Sie sind reich an Mineralien (nicht soviel Eisen wie allgemein vermutet), Vitaminen (β-Carotin, B-Vitamine und Vitamin C). Spinat enthält Phytosteroide, die angeblich den Muskelaufbau unterstützen. Seine Bioflavonoide wirken antioxidativ und die Carotinoide sollen vor Arteriosklerose schützen. Der hohe Oxalgehalt hemmt die Kalziumaufnahme und reichert Nitrite an.

Säuglinge und Personen mit Neigung zu Nierensteinbildung sollten Spinat meiden.

36. Brennessel (Urtica dioica)

Die scharfe Brennessel kennt wohl fast jeder, und es gibt kaum einen Menschen, der nicht früher oder später die Bekanntschaft mit ihren brennenden Eigenschaften macht.  Daher wird sie auch gerne gemieden, obwohl sie als wichtige Heilpflanze eigentlich einen Ehrenplatz in jedem Garten haben sollte.

Heilwirkung: blutreinigend, blutbildend, blutstillend, Stoffwechselfördernd,  Harnwegserkrankungen,  Rheumatismus, Gicht, Haarwuchsfördernd, Schuppen, Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Durchfall, Magenschwäche, Nierenschwäche, Diabetes (unterstützend), Bluthochdruck, Menstruationsbeschwerden.

Inhaltsstoffe: Nesselgift, Vitamine, Mineralien, Eisen, Histamin, Sekretin

37. Rucola (Diplotaxis tenuifolia)

Anwendung als Heilpflanze / Medizinische Wirkung: Rucola hat eine auf den Organismus belebende Wirkung. Durch seinen hohe Gehalt an Senfölen und aromatischen Bitterstoffen hat er eine bakterientötende und die Abwehr stärkende Wirkung.

Inhaltsstoffe: Rucola ist besonders reich an Vitamin C, er enthält besonders viele Mineralstoffe und organische Säuren, welche appetitanregend wirken.

38. Curry (Helichrysum italicum)

Man verwendet den Curry-Strauch unter anderem als Gewürz, aber auch als Heilkraut, zum Beispiel bei Husten oder bei Hautproblemen.

Man kann aus den Blüten und dem Kraut auch ein Öl herstellen, welches gegen Prellungen und bei kleineren Verletzungen verwendet werden kann. 

Wirkung und Anwendung des Curry-Strauches

Ausgleichend-Blutergüsse, Beruhigt die Haut, Ekzeme, Entzündungshemmend, Fungizid, Gelenkschmerzen, Hautberuhigend, Hautjucken, Hautunreinheiten, Husten, Insekten, Insektenabwehrend, Krampfadern, Lymphstau, Pilze, Pilzhemmend, Pilztötend, Prellungen, Prellungen, Schmerzstillend, Sportverletzungen, Stress, Verstauchungen, Wundheilend, Zerrungen

Inhaltsstoffe:  Ätherische Öle, Bitterstoffe, Borneol, Beta-Pinen, Italidion, Limonen, Nerol, Nerylacetat

39. Peruanischer Pfefferbaum (Schinus molle)

Der Peruanische Pfefferbaum ist ein immergrüner Baum und erreicht eine Wuchshöhe von vier bis 15 Metern. Wir haben 2 davon im Garten.

Verwendung allgemein: Herstellung von Essig und weinhaltigen Getränken (Peru), das Harz findet in Kaugummis verwendet, sowie in Abführmitteln.
Verwendung medizinisch: Die Blätter werden als Mittel gegen Mundgeschwüre verwendet, die gemahlene Rinde gegen geschwollene Füße.